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Pressemitteilung

Was passiert bei Straßensanierung mit den Bäumen?

ÖDP-Räte fordern ein Online-Straßenbaumkataster

Regelmäßig veröffentlicht der städtische Servicebetrieb öffentlicher Raum SÖR über die lokale Presse, welche Bäume im Stadtgebiet gefällt werden müssen, weil sie zum Beispiel nicht mehr standsicher sind oder Bauvorhaben im Wege stehen. Trotz der wöchentlichen Veröffentlichungen passiert es immer wieder, dass Bürger:innen plötzlich nur noch einen Baumstumpf und Kleinholz vorfinden, ohne dass es zuvor eine entsprechende Meldung gegeben hätte. „Besonders schmerzlich ist das für Menschen, die sich als Baumpat:innen durch regelmäßiges Wässern, liebevolles Bepflanzen und Verteidigung der Baumscheiben gegen rücksichtslose Fahrzeughalter:innen intensiv um ihre „Schützlinge“ bemüht haben“, weiß die umweltpolitische Sprecherin der ÖDP Stadtratsgruppe Inga Hager.

Interessierte Bürger:innen sollten die Möglichkeit haben, geplante Fällungen, Baumscheibensanierungen, Neupflanzungen, ... zu verfolgen. Dazu müssten diese Daten transparent für jeden online einsehbar von der Stadt Nürnberg veröffentlicht werden. In Leipzig gibt es bereits ein öffentlich einsehbares Online-Straßenbaumkataster, aus dem Baumnummer, Baumart, Straße und Stadtteil des Standortes hervorgehen.

Über diese Daten hinaus beantragen Inga Hager und Jan Gehrke für das Nürnberger Straßenbaumkataster zusätzliche Angaben. Durch ein Merkzeichen „Leere Baumscheibe“ kann bei entsprechender Eintragung nachgesehen werden, ob bereits eine Nachpflanzung in Planung ist. Menschen, die sich um eine Baumpatenschaft bewerben, können durch einen Eintrag bei Markzeichen „Baumpatenschaft“ leicht erkennen, welche Bäume schon versorgt werden und welche noch „frei“ sind. Durch eine interne Verknüpfung mit den Daten der Patin/des Paten könnte die Stadtverwaltung, wenn Bäume gefällt werden müssen, die Betroffenen sofort ermitteln und informieren, und böse Überraschungen wie eingangs erwähnt würden vermieden. „Wenn auch noch die Adresse des Baumstandortes und die Koordinaten mit einem Stadtplan verlinkt werden, wird die Möglichkeit, sich für die Bäume zu engagieren sicher gerne genutzt“ ist Hager zuversichtlich.

Zum Stadtratsantrag vom 7. Dezember 2021

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