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Eindrücke von dem zweitägigen Erörterungstermin zum Neubau der Juraleitung

Kornburg, Moorenbrunn, Worzeldorf, Katzwang - Der Erörterungstermin zum Neubau der Juraleitung zwischen Raitersaich und Ludersheim ist vorbei und jetzt schaut alles gebannt auf die Entscheidung der Regierung von Mittelfranken

Für Kornburg, Moorenbrunn, Worzeldorf und Katzwang wird es ernst. Der Erörterungstermin zum Neubau der Juraleitung p53 hat stattgefunden. Dabei wurde sichtbar, welche massiven Auswirkungen der Neubau einer 380KV-Höchstspannungsleitung in einem dicht besiedelten Gebiet wie im Süden Nürnbergs bedeutet.

Das beginnt bei den Ängsten der Menschen, die zukünftig sehr nahe an der Trasse wohnen. Hier haben sich vor allem zahlreiche Moorenbrunner gemeldet, die trotz der Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Abstandsregel im Hinblick auf die elektromagnetischen Felder beunruhigt sind. Die Gefahr der erhöhten Leukämiefälle bei Kindern in der Nähe von Höchstspannungsleitungen ist zwar laut dem Experten nur ein Verdachtsfall, aber eben auch wissenschaftlich nicht widerlegt. In Kornburg wurde im Rieterbogen ein großer neuer Spielplatz eröffnet, der in Richtung der geplanten Trasse liegt. Das und der Blick auf die riesigen Strommasten sind für viele neu hinzugezogene Familien eine Belastung.

Es geht weiter mit den massiven Verlusten von Wald. Etwa 50 Hektar werden auf dem Stück zwischen Raitersaich und Ludersheim abgeholzt. Ein Teil davon im Bannwald muss wieder aufgeforstet werden, aber es wird Jahrzehnte dauern, bis auf den Aufforstungsflächen richtige Bäume stehen. Das wird zunehmend erschwert durch die vielen Ausfälle bei Neuanpflanzungen in trockenen Jahren, wie wir sie inzwischen fast durchgehend haben.

Enorm viele landwirtschaftliche Flächen werden dauerhaft in ihrer Nutzung beeinträchtigt. Die Inanspruchnahme von Flächen während der Bauzeit ist exorbitant. Hier entstehen viele Konflikte zwischen Wald, Landwirtschaft und Schutzgebieten. Und die jeweils Betroffenen sind nachvollziehbar aufgebracht. Im Bereich Kornburg, Katzwang und Worzeldorf ist durch den Klimawandel der Ackerbau in den letzten Jahren schon ein Glückspiel geworden. Die Beeinträchtigung der Böden durch die Baumaßnahmen wird das definitiv noch weiter verschlechtern.

Die Verschandelung der Flur zwischen Worzeldorf und Kornburg durch die geplante Leitung ist für TenneT nur eine ästhetische Unschönheit. Sie beruft sich auf eine Studie in Island, laut der sich Touristen dort durch Strommasten kaum gestört fühlen. Der kleine Unterschied: Nürnberg hat 530.000 Einwohner und ist die am dichtesten bebaute Großstadt Deutschlands. Island hat nicht einmal 400.000 Einwohner, ist größer als Deutschland und der am dünnsten besiedelte Staat in ganz Europa.

Auch der Natur gehen sehr viele wertvolle Flächen verloren oder werden beeinträchtigt. Es werden viele Maßnahmen getroffen, um das abzufedern, aber die Verluste insgesamt werden massiv und dauerhaft sein.

Und am Ende fragt man sich: Warum das Ganze? Längst sind die Argumente für diesen Trassenneubau hinfällig geworden. Das wurde im Dialog deutlich. Dass es ein Neubau und kein Ersatzneubau ist, hat sich während des Erörterungstermins herausgestellt. Die Ungereimtheiten bei dem Projekt beginnen schon bei der Benennung.

Eigentlich bleibt nur noch ein Argument für diese Trasse übrig: Man will keine „kleinen“ 220‑KV‑Leitungen mehr haben, sondern alles auf 380‑KV‑Leitungen umstellen. Dafür sollen wir alle genannten Kollateralschäden in Kauf nehmen. Und wir werden teuer dafür bezahlen und zwar alle Stromkunden und nicht nur die Kornburger, Moorenbrunner, Worzeldorfer und Katzwanger.

Fazit aus ökologischer Sicht: Die massiven und dauerhaften Beeinträchtigungen von Mensch, Natur, Landwirtschaft und Wald (also allen Bereichen der Lebensqualität), die ungeklärten Gesundheitsfragen und die enormen Kosten zum Wohle eines internationalen Konzerns machen das Projekt zu einem Auslaufmodell. Längst gibt es sinnvolle Alternativen.

Wir haben die Hoffnung, dass sich die Regierung von Mittelfranken angesichts der Kosten-Nutzen-Abwägung für die Nullvariante entscheidet und damit den Bau der 380‑KV‑Leitung zum Wohl der Menschen umgehend stoppt.

Willkommen beim Ortsverband Kornburg

 

Der Ortsverband besteht seit 2014. Wir haben uns die folgenden Ziele gesetzt:

  • Unterstützung lokaler Wirtschaftskreisläufe
  • Zukunftsfähige Mobilität in Nürnberg durch intelligente Verkehrsmittel
  • Geschichte und Natur unserer Heimat den Menschen nahe bringen
  • Nachhaltiger Umgang mit Flächen und natürlichen Resourcen
  • Mensch vor Profit in den Lebensbereichen Wirtschaft, Familie und Verkehr
  • Demokratie und Politik, die dem Menschen dienen

Wenn Sie Freude und Interesse daran haben, nachhaltige Poilitk mitzugestalten, dann melden Sie sich gerne bei

Hans Anschütz, Liliencronstraße 13, 90455 Nürnberg, Tel.  09129 58 82, Mail: Hans.Anschuetzoedp.de

Aktuelle Pressemitteilungen vom ÖDP Ortsverband Kornburg

Informative und unterhaltsame Sommeraktionen der ÖDP Kornburg

Region - Jedes Jahr versucht die ÖDP Kornburg regionale Akzente zu setzen und den Menschen unsere Umgebung näher zu bringen. In diesem Jahr gab es wie gewohnt eine Exkursion und dazu noch eine Kulturveranstaltung mit regionalem Touch.

Am 1. August trafen sich trotz eines heftigen Gewitters kurz zuvor einige unerschütterliche Waldliebhaber am Gelände des Bund Naturschutz in Wendelstein. Stefan Pieger führte uns durch das Wernloch und zeigte uns verschiedene Entwicklungen in unseren Wäldern, weg von reinen Nadelwäldern hin zu Misch- und Laubwäldern. Beeindruckend war der Weg durch die vom Waldbrand heimgesuchte Fläche am Fischleinsberg. Tatsächlich wurde das Feuer auf einer Seite sogar von einem von Mountainbikern verursachten Trail aufgehalten. Man merkte unserem Referenten an, wie wichtig ihm „sein“ Wald ist und wir wünschen ihm, dass er viel Positives zum Erhalt beitragen kann. Zum Abschluss servierte uns Stefan Pieger im Garten Bier und Obatzenden – natürlich aus der Region. Auch dafür noch einmal herzlichen Dank.

Am Samstag, eine Woche, später hatten wir zur Krimilesung „Schleuse 72“ in die Scheune des Mesnerhauses Kleinschwarzenlohe eingeladen. Trotz großer Hitze war der Zuspruch enorm und wir mussten einiges improvisieren, damit alle gut zuhören konnten. Unsere Autorin Monika Martin aus Leerstetten zog alle Besucher in den Bann. Ganz egal, ob es um den Inhalt des Krimis selbst oder um ihre Geschichten zur Entstehung des Werkes geht, niemand kann sich ihrer Erzählkunst entziehen. Das Team vom Mesnerhaus hat uns hervorragend unterstützt und wir hoffen, dass dieses Engagement weiterhin solch tolle Früchte trägt wie schon so oft in diesem Jahr.

Die Region hat viel zu bieten, man muss nur Augen und Ohren offen halten,

Fakten zur geplanten Aufrüstung der P53-Trasse

Viele Menschen aus Kornburg, Worzeldorf und Katzwang haben sich bei der Informationsveranstaltung in der TSV-Sporthalle von TenneT bzw. den Planungsbüros Auskünfte zu den aktuellen Planungen geholt. Durchgehend zu spüren war die Betroffenheit über die geplante massive Beeinträchtigung unseres Naturraumes.

Folgende technischen Fakten wurden genannt, falls die Planung tatsächlich realisiert wird:

>>Weiterlesen (Artikel im Mitteilungsblatt vom November 2023)

Stromtrasse jetzt zwischen Kornburg und Worzeldorf geplant!

Nach jetziger Planung wäre halb Kornburg vom Ausbau der Stromtrasse P53 betroffen


Umwelt- und Innovationsprämie

ökologisch und ökonomisch sehr bedenkliche Verschwendung von Steuergeldern

weitere Angebote der ÖDP Kornburg


Ökologischer Blindflug oder Vorbildfunktion

Die aktuelle Dienstwagenregelung für kommunale Mandatsträger ist absurd

> Lesen (Artikel im Meier Mai 2021)

Spargelzeit

Schauen Sie doch mal in unseren Regionalen Einkaufsführer

Kornburg unter Wasser

Kornburg - Am 26. Juli hat nachmittags ein Starkregen große Teile Kornburgs unter Wasser gesetzt. Innerhalb einer Stunde fielen mehr als 60 Liter Wasser pro Quadratmeter. In der Nacht folgten noch einmal einige kräftige Schauer hinterher

Kornburg unter Wasser

Kornburg hat grundsätzlich schon immer das Problem, dass das Grundwasser relativ hoch steht. In alten Karten sind große Bereiche von Kornburg West und Kornburg Nord als Sumpfgebiete markiert. Viele Häuser in den letzten Jahrzehnten wurden ohne Betonwanne gebaut und sind deshalb sehr empfindlich gegenüber Wassereinbrüchen.

In den städtischen Planungen wurde dieses grundsätzliche Problem nicht groß berücksichtigt und die Bebauung wurde in Kornburg nach Westen und vor allem Norden immer weiter getrieben. In der Schenkendorfstraße und der Hohenfelsstraße gab es schon in den letzten Jahrzehnten immer wieder Probleme bei Starkregen. Mein Hinweis darauf bei der Bürgerversammlung wurde so beantwortet, dass die Entwässerung in Kornburg in Ordnung sei und man nur dann ein Problem hat, wenn man seinen Hausanschluss nicht sichert.

Diese Aussage ist nachweislich falsch, denn es gibt einige Hausbesitzer in der Schenkendorfstraße, die ihr Haus vorbildlich mit Rückstauventilen gesichert haben und trotzdem drückt immer wieder Wasser durch die Kellerwände. Es kommt so viel Wasser von Kornburg Nord, dass es nicht abfließen kann. Vor einigen Jahren hat die Stadt eine kleine Verbesserung unternommen. An der Bushaltestelle Schenkendorfstraße wurde ein Überlauf auf die Wiesen westlich der Seckendorfstraße geschaffen.

Dieser Überlauf funktioniert grundsätzlich, ist aber offensichtlich viel zu schwach ausgelegt. Während 150 Meter weiter bei der Sparkasse die Straße bis zu 80 cm unter Wasser stand, kam laut Mitbürgern durch den Überlauf nur ein kleiner Strahl. Dabei liegen die Wiesen tiefer als der Parkplatz an der Sparkasse.

Leider ist die Situation sehr unbefriedigend und eine Lösung nicht einfach. Die Zahl der Starkregen wird zunehmen, das ist einfache Physik. Warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen und die permanente Erwärmung der Atmosphäre ist messbar. Schon letztes Jahr gab es bei einem Starkregen in Greuth mehr als 50 Liter Wasser pro Quadratmeter und das ist bei uns etwa der langjährige Durchschnitt in einem Monat.

Doch was tun? Die Häuser sind nun einmal gebaut und es gibt kaum Freiflächen, die Wasser aufnehmen können. Bei Starkregen werden also immer wieder ungeheure Wassermassen wegtransportiert werden müssen.

Eine Verbesserung der Situation wäre es definitiv, wenn man den Bereich westlich der Bushaltestelle Schenkendorfstraße als echtes Überlaufgebiet nutzt. Durch die Wiesen dort verlief früher sogar ein Bach, der das Wasser nach Westen abfließen ließ. Also wären die Gegebenheiten an dieser Stelle optimal. Im schlimmsten Fall wäre das Gras oder die Heuernte auf den Wiesen zerstört und das müsste selbstverständlich entschädigt werden. Aber die Kosten dafür wären nur ein Bruchteil der Schäden, die seit vielen Jahren bei den Häusern anfallen.

Die Lösung mit einer Ableitung großer Wassermengen auf die Wiesen würde auch zu der immer wieder beschworenen Schwammstadt passen. Wir wollen hoffen, dass all die Sonntagsreden zu Schwammstadt, Kaltluftgebieten und Lebensqualität in Nürnberg nicht wieder einer Bebauung geopfert werden. An der Schenkendorfstraße kann die Stadtführung zeigen, was die großen Reden wert sind.

Regionaler Einkaufsführer Kornburg neu erschienen

Die sechste, wiederum vollständig aktualisierte Auflage des beliebten regionalen Einkaufsführers für Kornburg und Umgebung ist im Dezember erschienen. Auf dem Weihnachtsmarkt in Kornburg halfen die zwei Lamas Greta und Anna aus Greuth bei der Verteilung. Der Bauernhof von Greta und Anna ist als einer der Höfe des Erlebnisdorfes Greuth im Einkaufsführer aufgeführt. Der Einkaufsführer ist kostenlos und hilft interessierten Personen unsere regionalen Erzeuger und Händler zu unterstützen. Wir werden Exemplare bei beteiligten Händlern auslegen. Aber gerne können Sie sich auch direkt bei uns melden: hans.anschuetzoedp.de

Zum Download:

Regionaler Einkaufsführer 2026/27

Bürgerbegehren "Nürnberg lebenswert erhalten"

Initiative gegen den Flächenfraß

Nach wie vor wird auch in Nürnberg immer noch sehr viel mehr Fläche versiegelt als es der Zuwachs an Einwohnern rechtfertigen kann. Dieser ungebremste Flächenfraß hat inzwischen nicht nur ökologische Schäden zur Folge, sondern auch massiv negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen. Ein neues Bürgerbegehren will der ausufernden Zerstörung von Böden und Grünflächen in Nürnberg Einhalt gebieten. Ein interessantes Beispiel sind in Kornburg die landwirtschaftlichen Flächen gegenüber der katholischen Kirche.....

>>Weiterlesen (Artikel im Meier Magazin vom Oktober 2022)

Regional einkaufen in Kornburg

Wir empfehlen den Einkauf im neuen Kornburger Dorfladen, im Hofladen Schramm oder biologisch am Holzhobelhof in Greuth

virtuelle Bürgerversammlung Kornburg

wir haben wieder mal Fragen an die Stadt Nürnberg gestellt und Antworten bekommen; falls Sie auch Fragen haben, leiten wir diese gerne weiter....

wir haben zum Beispiel die beiden Fragen gestellt:

Frage 7:  Es gibt Probleme mit den ÖPNV-Fahrkarten, weil man im Bus selbst keine mehr kaufen kann und inzwischen in Kornburg die einzige Verkaufsstelle (Schreibwarenladen) weggefallen ist. 

Frage 8: Was wird in Worzeldorf östlich der Spitzwegstraße mitten in das landwirtschaftliche Gebiet hinein gebaut?

> weiterlesen (alle Fragen, Antworten und unsere jeweilige Meinung dazu)


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