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Solar- und Windkraftwerke im Stadtgebiet Nürnberg

Die Zukunft einer krisensicheren Versorgung mit Energie erfordert einen Umbau der Energieversorgung weg von zentralen Großkraftwerken und hin zu dezentralen Anlagen in Bürgerhand. Energie muss in weit höherem Maß dort erzeugt werden, wo sie verbraucht wird, um Übertragungsverluste möglichst gering zu halten. Ein weiterer Nutzen dezentraler Energiegewinnung ist der geringere Bedarf an Hochspannungsleitungen quer durchs Land, wie sie nötig wären, um Strom aus Off-Shore-Anlagen von Nord nach Süd zu leiten. Dabei sollte auch die Wertschöpfung bei der Energiegewinnung regionalisiert werden, um die Kommunen, die regionalen Energieerzeuger und die Bürgerinnen und Bürger zu stärken. Deshalb sollten regionale Energieerzeuger-Gemeinschaften gegenüber international operierenden Großinvestoren vorgezogen werden, um die Erträge der AnlegerInnen sowie die damit verbundenen Gewerbesteuereinnahmen der Stadt zu erhöhen. Auch wenn die Standortoptionen für Solar- und Windkraftanlagen im Stadtgebiet Nürnberg eher begrenzt sind, sollten doch alle Möglichkeiten eruiert und überprüft werden. Beispielsweise würde sich auf der Anhöhe am Gewerbepark Nürnberg-Feucht (ehemal. "Muna-Gelände") für eine Windkraftanlage anbieten. Nach ihrer Stilllegung könnte das Gelände der Deponie Nürnberg-Süd für ein Solarkraftwerk genutzt werden. Deshalb stelle ich folgenden Antrag: 1. Die Stadt Nürnberg gibt ein Gutachten zur Standorteignung für Solar- und Windkraftanlagen im Stadtgebiet in Auftrag. Diese Machbarkeitsstudie wird der Öffentlichkeit in medialer Form (Internet, Tagespresse) vorgestellt. Insbesondere sollen dabei die beiden Standorte Gewerbepark Nürnberg-Feucht für eine Windkraftanlage und die Deponie-Süd für ein Solarkraftwerk überprüft werden. 2. Geeignete Standorte werden in der Bauleitplanung entsprechend berücksichtigt. 3. An den geeigneten Standorten sollen vorrangig sogenannte "Bürgeranlagen" entstehen. Zumindest aber Anlagen in einer Rechtsform, die eine direkte finanzielle Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erlaubt. Es wird beantragt, über die jeweiligen Punkte einzeln abzustimmen. Thomas Schrollinger Stadtrat der ÖDP