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Japanischer Knöterich am Pegnitzufer

Mit zunehmender Besorgnis ist derzeit die Verbreitung einer nicht einheimischen schnellwachsenden Pflanze zu beobachten, die sich entlang des Pegnitzufers mittlerweile etwa zwischen östlich der Brückenstraße und Lederersteg in großen Flächen ungehindert ausbreitet. Im April sind die Pflanzen etwa 15cm hoch, bis Oktober erreichen sie eine Höhe von 3m und bilden einen dichten Gürtel um die Ufer. Es handelt hierbei sich allem Anschein nach um den "Japanischen Knöterich". Nicht nur das enorme Wachstum und die Regenerationsfähigkeit bereiten Probleme. Mit den unterirdischen Ausläufern vermögen sie die angrenzende Vegetation zu "unterwandern", um dann in einiger Distanz zum bestehenden Bestand neue Luftsprosse zu bilden. Dank dieser unterirdischen Ausbreitung und des enorm schnellen Wachstums gelingt es ihnen, die übrige Vegetation zu überwachsen, zu verdrängen und innerhalb weniger Jahre sehr dichte, ausgedehnte Bestände zu bilden, die selbst mit Gehölzen konkurrieren können. Darüber hinaus kann die Erosion von Böschungen insbesondere an Ufern gefördert und Schäden an Bauten wie Ufersicherungen oder Belägen durch das Wurzelwerk verursacht werden. Den Japan- oder Sachalin-Knöterich zu bekämpfen ist sehr schwierig; Bekämpfung und Beseitigung von Schäden sind darüber hinaus sehr kostspielig. Dabei fallen Schäden an Hochwasserschutzbauten am schwersten ins Gewicht. Es ist zu befürchten, dass ohne Gegenmaßnahmen bald auch das Ufer am geplanten Wasserrad betroffen ist und die Grünanlagen entlang der Pegnitz in wenigen Jahren zum "Dschungel" werden. Deshalb stelle ich zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag: Die Verwaltung prüft die Problematik mit dem beschriebenen Bewuchs des Pegnitzufers und prüft mögliche Gegenmaßnahmen. Thomas Schrollinger ÖDP-Stadtrat