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Bewerbung um den Titel "Fairtrade-Stadt"

Nach Großbritannien, Belgien, Österreich, Schweden, den USA und Australien gibt es seit 2009 nun auch für Kommunen in Deutschland die Möglichkeit, sich um den Titel "Fairtrade-Stadt" zu bewerben. Mittlerweile wurden bereits neun deutsche Städte in die Liste aufgenommen. Die Stadt Nürnberg sollte als Stadt der Menschenrechte dabei nicht fehlen. 1992 startete der gemeinnützige Verein TransFair e.V. seine Arbeit mit dem Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch fairen handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Als unabhängige Siegelinitiative handelt TransFair e.V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das internationale Fairtrade-Siegel für fairgehandelte Produkte. Es garantiert, dass die ausgezeichneten Produkte nach internationalen Fairtrade-Standards gehandelt werden und die Fairtrade-Preise und Prämien auch wirklich bei den Produzentengruppen ankommen. Ausbeutung durch Zwangs- oder Kinderarbeit wird damit verhindert. Als Bio-Modellstadt haben wir uns vorgenommen, über die Stadtgrenzen hinaus Akzente zu setzen. Auf der Grundlage der einstimmig beschlossenen Resolution aus dem Jahr 2004 "Mehr sein - Verpflichtung der Stadt Nürnberg im Bereich Nachhaltigkeit" stelle ich deshalb zur Behandlung im Stadtrat bzw. im zuständigen Ausschuss folgenden Antrag: Die Stadt Nürnberg bewirbt sich um den Titel "Fairtrade-Stadt" und setzt folgende dazu notwendigen Kriterien um: A) Die Gründung einer lokalen Steuerungsgruppe im Rahmen der Agenda 21 wird unterstützt. B) Bei öffentlichen Sitzungen und Empfängen der Stadt ird nach Möglichkeit auf fairgehandelte Produkte zurückgegriffen. Thomas Schrollinger Stadtrat der ÖDP