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Andachtsräume in städtischen Altenheimen

In ihrem Schreiben vom 25.10.2011 wiesen die Ev. Luth. Kirchengemeinde St. Jobst und das Ev. Luth. Prodekanat Nürnberg Nord mit Nachdruck auf die Notwendigkeit eines geeigneten Andachtsraumes auf dem Gelände des Sebastianspitals hin. Die ehemalige große Kapelle musste ja bekanntlich dem Kammermusiksaal weichen. Bedauerlicherweise wurde die Kirchengemeinde angeblich diesbezüglich vorher nicht informiert. Für die meisten älteren Menschen ist es sehr wichtig, einen Ort zu haben, an dem sie mit anderen gemeinsam ihrer Frömmigkeit in Form von Gottesdiensten nachkommen können. Zudem ist ein Andachtsraum für viele auch eine bedeutende Rückzugsmöglichkeit. Viele BewohnerInnen sind nicht mehr in der Lage, sich auf den Weg in eine nahegelegene Kirche zu machen. Oftmals haben sie nach dem Umzug ins Heim auch keinen Bezug zu dieser Ortskirche. Die Erfahrung im Klinikum Süd beispielsweise zeigt, dass Andachtsräume oftmals auch von vielen Angehörigen aufgesucht werden, dass eine ökumenische Nutzung möglich und notwendig ist, dass aber auch eine christliche Kapelle für Mitglieder anderer Religionen offen sein kann. Es liegt nahe, dass sich die aufgeworfene Frage nicht nur auf das Sebastiansspital bezieht sondern auf alle Senioren- und Pflegeheime. Deshalb stelle ich für die ÖDP folgenden ANTRAG: Die Verwaltung nimmt zeitnah Kontakt mit den VertreterInnen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Nürnberg auf, um ein gemeinsames Konzept für Andachtsräume in städtischen Altenheimen zu entwickeln. Ergebnisse dieser Konzeptentwicklung sollten in Absprache mit zuständigen Kirchengemeinden vor Ort in die weiteren Planungen diverser Sanierungsmaßnahmen in den Einrichtungen des NürnbergStift einfließen.VertreterInnen anderer Religionsgemeinschaften sollten die Möglichkeit haben, ihre Wünsche und Anregungen in diesen Prozess mit einzubringen. Thomas Schrollinger ÖDP-Stadtrat