Pressemitteilung
Rückmeldung der Stadt Nürnberg zu unseren Anfragen wegen der Überschwemmung
Nach der starken Überschwemmung im letzten Sommer führten wir mit vielen betroffenen Bürgern Gespräche und diskutierten Verbesserungsmaßnahmen. Diese teilten wird der Stadt als konkrete Anliegen mit und stellten einige Fragen. Die Antworten von SÖR und der Stadtentwässerung (SUN) auf unsere Nachfragen sind eingegangen und relativ erfreulich
Es ist wohl allen Beteiligten klar, dass die Probleme insgesamt weder schnell noch einfach zu lösen sind. Aber zwei Verbesserungsvorschläge die Ringelnatzstraße betreffend sollen lauf SÖR bald umgesetzt werden. Das auf der Nordseite leicht zu hoch liegende Bankett soll abtragen werden. Der Schotter im Straßengraben wird entfernt und der Graben insgesamt sauber gemacht. Für den Graben ist ab der Einmündung Christoph-Dotzauer-Weg in Richtung Katzwang allerdings nicht mehr SÖR, sondern das Staatliche Bauamt Nürnberg zuständig. SÖR hat das Bauamt informiert, so dass auch dort die Gräben kontrolliert werden (hoffentlich).
Schwieriger ist die Situation in der Schenkendorfstraße. Hier hatten wir angefragt, warum bei Starkregen nicht mehr Wasser auf die Wiesen westlich der Seckendorfstraße geleitet wird. Der von uns fälschlicherweise als Überlauf bezeichnete Schacht auf der Seckendorfstraße ist „nur“ ein Notentlastungsschacht: „Er dient dazu, das Herausheben von Schachtabdeckungen (Anmerkung des Autors: Kanaldeckeln) durch zu großen hydraulischen Druck in der Geländesenke der Schenkendorfstraße zu verhindern. Er kann aber nicht dazu dienen, dortige Überflutungen generell zu verhindern. Dieser Notüberlaufschacht hat bei dem Regenereignis vom 26.07.2025 seine Funktion grundsätzlich erfüllt.“
Die Antwort auf unseren Vorschlag, die Wiesen westlich der Seckendorfstraße als echte Überschwemmungsfläche zu verwenden bzw. die Ableitung durch den dort vorhandenen Graben in Richtung Gaulnhofen zu nutzen wurde als möglich bezeichnet: „Die Wiesen westlich der Seckendorfstraße, die einen Damm für die Senke der Schenkendorfstraße darstellt, und der dort innerhalb der Wiesenflächen beginnende Landgraben könnten ggf. zur weitergehenden Ableitung eingeleiteter Oberflächenwässer dienen.“
Damit ist für mich klar, dass wir diese Option schnellst möglich angehen sollten. Die Entwässerung in Richtung Westen ist sicher die einfachste und kostengünstigste Möglichkeit, die Schenkendorfstraße, die Hohenfelsstraße, den Paintweg und alle angrenzenden Straßen bei Starkregen massiv zu entlasten. Das bedeutet aber auch, dass der Bereich westlich der Seckendorfstraße aus der Bebauung genommen werden muss. Ebenso darf auf keinen Fall TenneT dort eine Baustraße für Schwertransporte in die Wiesen legen. Letzteres ist von TenneT als direkte Abkürzung für den Schwerlastverkehr während der mehrjährigen Bauzeit von der Seckendorfstraße zur Ringelnatzstraße eingeplant.
Wir werden uns bei der Stadt Nürnberg erkundigen, wie das weitere Vorgehen dafür aussehen muss, damit die Verbesserung schnell erfolgen kann.
