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ÖDP fordert Verzicht auf Nordanbindung des Flughafens - "Es gibt billigere Alternativen!"

Schrollinger: "Vergehen an der Schöpfung"

NÜRNBERG / Nach den jüngsten Äußerungen von Flughafengeschäftsführer Karl-Heinz Krüger wirft der Kreisvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) den Verfechtern der geplanten Nordanbindung "Ignoranz auf mehreren Ebenen" vor: "Die geplante Nordanbindung zum Flughafen darf nicht gebaut werden. Sie sieht die Zerstörung von wertvollem Bannwald und Naherholungsgebieten vor. Die Frischluftproduktion und der Klimaausgleich für den Ballungsraum würden massiv beeinträchtigt. Wir dürfen die von unseren Vorfahren seit Jahrhunderten geschützte Grüne Lunge Nürnbergs nicht scheibchenweise kurzsichtigen wirtschaftlichen Interessen opfern. Nachweislich ist das Mammutprojekt, für das 60 Millionen Euro Steuergelder herhalten müssen, verkehrstechnisch gar nicht notwendig. Es würde in keiner Weise zur Entlastung von Ziegelstein dienen. Lediglich 20% der Verkehrsströme zum Fughafen kommen aus östlicher Richtung. Demnach gibt es durchaus eine zudem auch billigere Alternative: Die westliche Verkehrsführung über B4-Marienstraße zur Flughafenstraße müsste eine höhere Priorität erhalten. Wenn der berechtigte Protest von über 9000 Bürgern einfach überhört wird und trotz der weltweiten Einsicht über die Ursachen des Klimawandels dennoch auf grenzenloses Wachstum des Flugverkehrs auch in Nürnberg gesetzt wird, ist das Blindheit auf allen zwei Augen!" so Schrollinger Fortschritt habe heute eine andere Gestalt, nämlich die der Verkehrsvermeidung und der Entwicklung zukunftsfähiger Alternativen für eine mobile Gesellschaft. Der flächenfressende Straßenbau - wie im Sebalder Reichswald geplant - sei eindeutig ein Schritt nach hinten. Die Nordanbindung sei nicht nur ein Thema für die Anwohner des Flughafens, die schon genug Lärmbelästigung in Kauf nehmen müssten. Jeder massive Eingriff in unseren Reichswald betreffe die ganze Stadt. "Ich werde im Stadtrat zusammen mit Gleichgesinnten alles mir Mögliche tun, um dieses vorsetzliche Vergehen an der Schöpfung abwenden zu können."

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