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Pressemitteilung

Horte der Artenvielfalt und des sozialen Miteinanders

Gartenkolonie Sandreuth muss dauerhaft gesichert werden

„Kleingartenanlagen sind sowohl ökologisch als auch sozial wichtig für die Stadtgesellschaft. Sie bieten Betätigungsmöglichkeit im Freien und Naherholung für Menschen aus verdichteten Wohnquartieren“ so ÖDP-Stadträtin Inga Hager.

Einige Kleingärten sind im Nürnberger Stadtverband der Kleingärtner e.V. organisiert und dauerhaft gesichert. Darüber hinaus betreibt aber z. B. die Bahnlandwirtschaft weitere Gartenvereine. Einer dieser Vereine ist die Gartenkolonie Sandreuth. Sie besteht an diesem Ort seit über 100 Jahren, die Gärten werden teilweise schon von mehreren Generationen genutzt und bewirtschaftet. Nun wurde der Vereinsvorstand von der Eigentümerin, der Deutschen Bahn informiert, dass das Grundstück, auf dem sich aktuell 98 Gartenparzellen befinden, verkauft werden soll.

Vor 40 Jahren gab es schon einmal einen derartigen Vorstoß. Damals stand noch zur Debatte, die Holbeinstraße bis zum Dr.-Luppe-Platz zu verlängern, was aber vom damaligen Stadtrat abgelehnt worden war. In der Stadtratsvorlage stand unter anderem:

... Die Ahornallee ebenso wie die Kleingärten sind ein wichtiges Element zur Durchgrünung und zur Auflockerung der Bebauung, sie verbessern damit die ökologischen Grundbedingungen und gleichen Mängel im Wohngebiet aus. Dies gilt insbesondere für die dichtbesiedelten Quartiere im Bereich Sandreuth, Schweinau und St. Leonhard...

Die Verdichtung in den genannten Stadtteilen hat inzwischen sehr zugenommen. Die Gartenkolonie grenzt direkt an das Gelände der Müllverbrennungsanlage zwischen zwei Eisenbahnlinien. Das N-ERGIE-Gelände Sandreuth grenzt östlich an und soll noch um eine Altholzverbrennung erweitert werden. 

Um diese wichtigen Grün- und Erholungsflächen weiter zu erhalten, haben die beiden Mitglieder der ÖDP-Stadtratsgruppe Inga Hager und Jan Gehrke folgenden Antrag eingereicht: Die Stadt Nürnberg tritt mit der Deutschen Bahn in Verhandlung, um das Grundstück der Gartenkolonie Sandreuth für den Verein dauerhaft zu sichern und erwirbt dieses nötigenfalls. „Für Wohnbebauung kommt dieses Grundstück im Schatten der Müllverbrennungsanlage wohl kaum infrage, aber solange es nicht definitiv für den Gartenverein gesichert ist, könnte es noch weitere Begehrlichkeiten geben“ äußert sich Hager skeptisch. 

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