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"Arbeitsgruppe Flughafen": ÖDP vermisst Umweltverbände und Naturschutzbehörden im Konzept

"Münchener Wachstumsideologie kein Vorbild für Nürnberg"

NÜRNBERG / In der von Nürnbergs Wirtschaftsreferenten Dr. Michael Fraas ins Leben gerufenen "Arbeitsgruppe Flughafen" vermisst ÖDP-Stadtrat Thomas Schrollinger die Umweltverbände und Naturschutzbehörden im Konzept: "Ich sehe nicht, dass in dem von Herrn Fraas vorgelegten Konzept die Themen Umwelt- und Naturschutz bisher eine Rolle spielen. Ich hoffe schwer, dass hier alle Bedenkenträger von vornherein mit ins Boot geholt werden. Alles andere wäre ein schwerer `Geburtsfehler´ auf dem Weg einer Weiterentwicklung des Nürnberger Flughafens," so Schrollinger. "Der Flughafen kann nun einmal nicht als isoliertes Wirtschaftsunternehmen gehändelt werden. Der Flugbetrieb betrifft wie kein anderer die Bevölkerung vor Ort mit allen negativen und positiven Auswirkungen. Alle strategischen Überlegungen haben nur einen Sinn, wenn sie organisch in das ganze Umfeld eingebettet sind. Und da gehört im wesentlichen auch der Blick auf das hohe Gut unseres natürlichen Lebensraums," so der Ökodemokrat. Schrollinger hofft, dass in der geplanten Arbeitsgruppe entsprechende Nachjustierungen getroffen werden: "Ich glaube nicht, dass Herr Fraas hier Berührungsängste hat. Ich traue ihm an dieser Stelle eine sehr konstruktive Offenheit zu." Das Beispiel München hält Schrollinger allerdings nicht für vorbildlich: "Die Planungen für eine weitere Start- und Landebahn im Erdinger Moos sind das Ergebnis einer hemmungslosen Wachstumsideologie um jeden Preis. So etwas können wir in Nürnberg nicht brauchen."

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