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Vermeidung des Einbaus gesundheitsschädlicher und ökologisch bedenklicher Wasserzähler

Die Belastung des Wohnumfelds mit elektromagnetischer Strahlung und giftigen Stoffen nimmt immer weiter zu. In manchen Fällen ist dies unvermeidlich, an anderen Stellen gibt es ungefährliche Alternativen, die das gleiche leisten und noch dazu oft kostengünstiger sind.

Der Freistaat Bayern hat trotz heftiger Diskussionen den Einbau von Ultraschall-Funkwasserzählern zugelassen, die alternativ zur bewährten Technologie der mechanischen Flügelradwasserzähler eingesetzt werden dürfen. Die neu zugelassenen Ultraschall-Funkwasserzähler senden Tag und Nacht das gesamte Jahr die Messwerte ins Freie nur für den seltenen Fall (in der Regel einmal im Jahr), dass die Werte gerade durch den Wasserversorger abgelesen werden. Diese Strahlenbelastung steht in keinem Verhältnis zu dem Ergebnis, nämlich einmal im Jahr einen Wert abzulesen.

Zwar kann ein Hausbesitzer darauf bestehen, dass das Funkmodul deaktiviert wird, aber in engen Reihenhaussiedlungen bleibt trotzdem die Strahlenbelastung von allen Nachbarhäusern erhalten.

Ein weiterer Nachteil der Ultraschall-Funkwasserzähler ist die Verwendung von giftigen Batterien für die lange Lebensdauer von 10 Jahren. Diese Batterien können nicht gut recycelt werden. Während die herkömmlichen Zähler vollständig und einfach in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden, produzieren die neuen Zähler einiges an giftigem Sondermüll.

Der Ultraschall-Funkwasserzähler verursacht schließlich noch Probleme im Hinblick auf den Datenschutz, denn ein integriertes Speichermodul kann den Verbrauch genau protokollieren und speichert somit personenbezogene Daten.

Da die herkömmlichen Zähler keine qualitativen Schwächen haben, bleibt als einziger Vorteil der neuen Funkzähler, dass diese nur alle 10 Jahre getauscht werden müssen im Gegensatz zum 5-jährigen Intervall bei den herkömmlichen Zählern.

Im Ortsbereich Kornburg hat der dort zuständige Wasserzweckverband Schwarzachgruppe bereits den Einbau der Funkwasserzähler an Stelle der bewährten Wasserzähler beschlossen. Die ersten Geräte sollen in Kürze installiert werden. Inzwischen hat sich eine Bürgerinitiative „Strahlende Wasserzähler – Nein Danke“ gebildet.

Deshalb stellen wir zur Behandlung im Stadtrat am 30. September 2020 folgenden Antrag:

  1. Die Stadt Nürnberg prüft die Möglichkeit, den Einbau von funkgesteuerten Wasserzählern im Stadtgebiet zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und zur Vermeidung ökologisch schädlicher Produkte zu verbieten.
  2. Ist ein Verbot des Einbaus aus juristischen Gründen nicht möglich, dann prüft die Stadt Nürnberg die Möglichkeit, dass das Funkmodul zu Reduzierung der elektromagnetischen Strahlenbelastung und aus Gründen des Datenschutzes deaktiviert sein muss, außer am Tag der Messung.

Inga Hager, Stadträtin der ÖDP
Jan Gehrke, Stadtrat der ÖDP


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