Impulse zur Kommunalwahl

Sichere Schulwege - Impuls Nr. 53 - Christopher Klemenz, Listenplatz 27

Unsichere Verkehrssituationen, unaufmerksame Autofahrer, unübersichtliche Stellen und Sichthindernisse. Das ist der Alltag für viele Schülerinnen und Schüler unserer Stadt auf ihrem täglichen Weg in die Schule. Aber auch fehlende Ampeln und Zebrastreifen sowie eine mancherorts unzureichende Beleuchtung schaffen ein ungutes Gefühl.

Wir brauchen hier Veränderungen! Eine Verbesserung der Schulwege ist meines Erachtens dringend geboten. 

Daher fordere ich: Im gesamten Stadtgebiet werden individuelle Verkehrskonzepte von der Stadt Nürnberg in Zusammenarbeit mit den Schulen und Kindertageseinrichtungen, und gerade auch unter Einbindung von Eltern und Kindern erarbeitet und umgesetzt.

Trinkwasserbrunnen für alle frei zugänglich – Impuls Nr. 52 - Inga Hager, Listenplatz 2

Auch wenn es der Jahreszeit entsprechend in der Innenstadt momentan nicht heiß ist, so ist zu vermuten, dass der nächste Sommer auch wieder viele Stadtbesucher Schatten suchen und dursten lässt. Zumindest war meine Enttäuschung groß, als ich einmal durstig am Hauptmarkt den öffentlichen Wasserhahn aufsuchte und ein Schild mit der Aufschrift „kein Trinkwasser“ daran angebracht vorfand.

Zur Gesundheitsvorsorge der Stadtbevölkerung und ihrer Gäste ist eine ausreichende Anzahl an Trinkwasserbrunnen dringend geboten. Diese sollen so beschaffen sein, dass man direkt daraus trinken, aber auch mitgebrachte Trinkflaschen daran auffüllen kann. Wenn außerdem in Bodennähe eine Auffangschale angebracht ist, können auch Tiere daraus trinken.

Außer auf Plätzen in der Innenstadt ist ein Trinkwasserzugang auch an Kinderspielplätzen und in Parks wichtig.

Lastenräder für alle - Impuls Nr. 51 - Jan Gehrke, Listenplatz 1

Bereits seit einigen Jahren gibt es in Nürnberg Lasten-Fahrräder, die von jedermann und jederfrau kostenlos gemietet werden können, also gemeinnützig sind. Der Verein Bluepingu hat schon mehrere dieser Gefährte bereitstellen können. In Zerzabelshof haben die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam ein Stadtteil-Lastenrad angeschafft. Ich selbst habe im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem Vorstadtverein Nürnberg-Laufamholz die Spendenaktion für ein Elektro-Lastenrad koordiniert, das ab dem Frühjahr den Bürgerinnen und Bürgern in Laufamholz zur kostenlosen Ausleihe zur Verfügung stehen wird.

Der Clou dabei in Nürnberg: Alle diese umweltfreundlichen Transport-Fahrzeuge können auf der Webseite www.lastenradfueralle.de präsentiert werden. Wer sich dort registriert, kann sich über die aktuellen Standorte informieren und je nach Bedarf die verschiedenen Lastenräder tageweise mieten. Die Vision ist nun eine flächendeckende Versorgung des Nürnberger Stadtgebietes mit Stadtteil-Lastenrädern. Gibt es bei Ihnen vor Ort schon eines? Falls nicht: Wie wäre es, wenn Sie Kontakt mit dem Bürgerverein in Ihrem Stadtteil aufnehmen und die Anschaffung eines Lastenrads anregen? Wie ich finde, eine schöne Form, gemeinsam etwas Sinnvolles zu finanzieren und dann auch gemeinsam zu nutzen.

Flächenfraß beenden - Impuls Nr. 50 - Hans Anschütz, Listenplatz 3

Die Stadt Nürnberg nimmt seit Jahrzehnten billigend in Kauf, dass auf dem Stadtgebiet die landwirtschaftlich genutzte Fläche permanent abnimmt, und zwar unabhängig davon, ob die Einwohnerzahl geschrumpft oder gewachsen ist. So sind seit 1972 (letzte große Eingemeindungen) von den damals 7.000 Hektar fast 4.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche weggefallen. Nicht einmal die immer weiter steigenden Bodenpreise konnten das bisher aufhalten.

Wir fordern endlich eine Abkehr von diesem ungezügelten Wachstum in die Fläche. Genug ist genug. Nur eine Begrenzung der weiteren Ausdehnung der Wohn- und Verkehrsflächen hält Nürnberg lebenswert. Diese Beschränkung ist unumgänglich, wenn wir nicht irgendwann alle ohne Möglichkeit einer wohnungsnahen „grünen“ Umgebung und einer regionalen Grundversorgung mit Lebensmitteln leben wollen.

Akute Beispiele: Die Bebauung der Frischluftschneise „Tiefes Feld“ im Westen vernichtet natürliche Lebensräume und verschlechtert das Wohnklima in der Stadt. Die Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Marienberg wird dafür sorgen, dass weitere landwirtschaftliche Betriebe im Knoblauchsland in Schwierigkeiten kommen, weil große Flächen von ihnen nicht mehr genutzt werden können.

DAX - DUX - NUX - Impuls Nr. 49 - Reinhard Neumüller, Listenplatz 12

Den DAX „Deutscher-Aktien-Index“, den kennt wahrscheinlich jeder - ist ja klar. Geld, Wirtschaft und deren Vermehrung muss man täglich im Blick behalten.

Doch was ist mit DUX und NUX? Was ist mit unserer Umwelt?
Wir brauchen einen DUX „Deutscher-Umwelt-Index“ und einen NUX „Nürnberg-Umwelt-Index“! Es kann nicht sein, dass die Wirtschaft wichtiger ist als unser Lebensraum! Beides kann nur gut gedeihen, wenn sie zusammenwirken. Viele der Daten für einen Umweltindex werden zwar regelmäßig erfasst, aber nur spärlich veröffentlicht.

Die Einzeldaten müssen nun zusammengeführt und in Relation gebracht werden. Wird dieser Index dann regelmäßig mit den DAX-Informationen veröffentlicht, wird auch das Zusammenspiel der beiden Indices offensichtlich, und Wirtschaft, Politik und Bürger können bewusster reagieren. Neben Luft- und Wasserwerten gehören Daten wie der „Flächenfraß“, Öko-Energien, ÖPNV-Daten und die Flugzahlen dazu.

Die Nürnberger Verwaltung stellt im Internet zwar Schadstoffwerte für Luft und Wasser bereit, doch müssen diese Einzelwerte auf vielen Einzelseiten gesucht werden und sind vom Juni 2019. Es muss ein INDEX sein, der zeitnah über Medien mitgeteilt wird – eben wie der DAX. Nur wenn diese Daten ZEITNAH bekannt sind, kann man die Ursachen erkennen und richtig REAGIEREN.

So schafft man die Basis für den Umweltschutz und eine intakte Umwelt!

Gleichberechtigung - Impuls Nr. 48 - Inga Hager, Listenplatz 2

Mit Blick auf die Kommunalwahl wollen alle Vereine und Bürgerinitiativen in Nürnberg von ihren zukünftigen Vertretern wissen, wie sie sich im Stadtrat zu den verschiedensten Themen positionieren werden. Dazu werden immer wieder Podiumsdiskussionen veranstaltet zu denen die OB-Kandidat*innen eingeladen werden. Alle OB-Kandidat*innen? Nein, meist nur diejenigen von SPD, CSU und den Grünen. Man nennt sie „die aussichtsreichen Kandidierenden.“

Wer entscheidet eigentlich darüber, welche Kandidatin oder welcher Kandidat aussichtsreich ist? Wenn der OB-Kandidat der ÖDP, Christian Rechholz, dann im Vorfeld anfragt, ob er auch mit aufs Podium dürfe, so ist die Standardantwort immer erst einmal: Na, wenn wir Sie als kleinere Partei zulassen, dann müssen wir ja Vertreter vom rechten Rand des politischen Spektrums auch aufs Podium lassen!

Ich gehe davon aus, dass kleinere Parteien klein gehalten werden, wenn sie sich nicht präsentieren dürfen und auch in der Presse dadurch weniger über sie berichtet werden kann.

Ich wünsche mir Gleichberechtigung für die Vertreter aller demokratischen Parteien, dann können die interessierten Bürger selber entscheiden, welche Kandidatin/welcher Kandidat am besten geeignet ist für den Chefposten im Rathaus.

Kostenloser Nahverkehr in der Nürnberger Altstadt - Impuls Nr. 47 - Jan Gehrke, Listenplatz 1

In den vergangenen Jahren entwickelten zahlreiche Großstädte weltweit ein Konzept für eine Gratisnutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Stadtzentrum. In Melbourne heißt sie „Free Tram Zone“, in Pittsburgh, Calgary oder Salt Lake City spricht man von der „Free Fare Zone“, in Perth gibt es die „Free Transit Zone“. Zuletzt führte Augsburg Anfang des Jahres die „kostenlose City-Zone“ ein.

Gemeinsam haben alle diese Modelle, dass man in einem festgelegten, meist im Zentrum der Stadt gelegenen Bereich, ohne Fahrschein die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kann. Schilder an den Haltestellen und Ansagen in den Fahrzeugen weisen darauf hin, an welcher Haltestelle die Zone mit kostenloser Nutzung endet.

Die ÖDP Nürnberg diskutierte dieses Konzept bereits auf der Klausurtagung im vergangenen Herbst und regt nun eine Freifahr-Zone auch in Nürnberg an. Ich habe selbst bereits positive Erfahrungen mit einer Freifahr-Zone gemacht: Als Tourist konnte ich unkompliziert kostenlos die Sehenswürdigkeiten im City-Bereich mit Bus und Straßenbahn ansteuern. Als ich dann weiter raus aus dem Zentrum wollte, waren mir die öffentlichen Verkehrsmittel bereits vertraut, und es war einfacher, sich im Streckennetz zu orientieren und die passende Fahrkarte zu kaufen.

Wir schlagen folgenden Bereich und folgende Linienabschnitte für die Nürnberger Freifahr-Zone vor: Freie Fahrt soll es entlang des Altstadtrings und innerhalb der Altstadt geben:

  • zwischen Hauptbahnhof und Plärrer (U1)
  • zwischen Rathenauplatz und Plärrer (U2 und U3 sowie Buslinie 36)
  • zwischen Plärrer und Tiergärtnertor (Straßenbahnlinien 4 und 6 - letztere bis Hallertor)
  • sowie zwischen Heilig-Geist-Spital und Maxtor (Buslinien 37, 46 und 47)

Wir sind überzeugt, dass durch diese Maßnahme die Attraktivität der Altstadt steigt, was den dort ansässigen Gewerbebetrieben zugute kommt. Auch für die Tourismuswerbung lässt sich diese Maßnahme hervorragend nutzen. Ebenso steigt der Anreiz, das Auto nicht mit in die Altstadt zu nehmen. Und viele, die so erstmals den ÖPNV in Nürnberg kennen und schätzen lernen, werden dann eher bereit sein, auch auf anderen, längeren und kostenpflichtigen Strecken auf Bus und Bahn umzusteigen.

zur Liste aller bisher erschienenen Impulse

Aktuelle Meldungen

hier gehts zum Archiv mit allen Meldungen

Die ÖDP Nürnberg verwendet Cookies, um diese Website Ihren Bedürfnissen anzupassen. Zu den Cookie-Nutzungsbestimmungen