Vergleichsverhandlungen zum Frankenschnellweg: Ausbaupläne nach wie vor ein ökologischer Nogo!

NÜRNBERG / Nach der angekündigten Zustimmung des Landesvorstandes des BN zum Vergleichsvertrag bezüglich des kreuzungsfreien Ausbaus des Frankenschnellweges hält der verkehrspolitische Sprecher der ÖDP im Nürnberger Stadtrat, Thomas Schrollinger fest, dass "die Ausbaupläne nach wie vor einen ökologischen Nogo darstellen".

Die politische Brisanz liegt nun einmal darin, dass wir an einem Punkt angekommen sind, an dem beides nicht zu haben ist: Wir können nicht auf der einen Seite im alten Stil der ´autogerechten Stadt´ mit über einer halben Milliarde Euro eine Fernstraße mitten durch die Stadt bauen wollen und gleichzeitig das Klagelied über die hohe Luft- und Lärmbelastung anstimmen. Trotz aller Absichtserklärungen hinsichtlich Geschwindigkeitsbeschränkungen und Verkehrsleitsystemen müssen wir der Tatsache ins Auge sehen, dass es einen umweltfreundlichen Ausbau des Frankenschnellweges nicht geben wird," so der verkehrspolitische Sprecher der ÖDP im Nürnberger Stadtrat. Das Aachener IVV Institut, das zum Bundesverkehrswegeplan für die Bundesregierung Prognosen für die zu erwartende Belastung der Bundesverkehrswege erarbeitet, habe festgestellt, dass sich die Belastung der Umfahrungsstraße bis 2030 verdoppeln werde. "Jede dieser Maßnahmen wird letztlich unwirksam, wenn künftig die Verkehrslawine ihren Weg auf einer Transitautobahn als Abkürzung durch unsere Stadt findet. Wenn der Frankenschnellweg einmal Autobahnniveau hat, muss die ausgebaute Straße letztlich auch ihrem Verwendungszweck zugeführt werden, eben auch für den Transit-, Schwer- und Schnellverkehr.

Alle, die in den letzten Wochen und Monaten gerade aus den Reihen der großen Fraktionen versucht haben, sich den immer lauter werdenden Rufen nach einer deutlichen ökologischen Wende zu öffnen, müssten konsequenterweise auch den Abschied dieses längst überholten verkehrspolitischen Dinosauriers einläuten. Wenn dann immer noch verbreitet wird, dass der FSW-Ausbau saubere Luft und grüne Parkanlagen in die Stadt bringe, grenzt das schon an arglistige Täuschung der Bürgerinnen und Bürger," so Schrollinger abschließend.


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