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ÖDP zum Jahrestag des Kriegsendes:

"Kultur der Wachsamkeit gegenüber Verursachern von Gewalt!"

NÜRNBERG / Anlässlich des Jahrestages zum Ende des Zweiten Weltkriegs wünscht sich ÖDP-Stadtrat Thomas Schrollinger Wachsamkeit hinsichtlich der Ursachen, die gewaltsame Konflikte in der Welt nach sich ziehen. "In Nürnberg wurden damals die größten Verbrecher vor ein internationales Gericht gestellt. Das machte klar: Kriege fallen nicht vom Himmel. Sie werden von Menschen gewollt, vorbereitet und herbeigeführt. In Nürnberg mussten sich auch hochrangige Vertreter der Wirtschaft verantworten. Das zeigte, dass Kriege vor allem auch mit den Interessen derer zu tun haben, die an Kriegen verdienen, und derer, die ihre Macht ausweiten wollen." Gerade im Blick auf das damals tausendfache Leid deutscher Flüchtlinge sei es moralisch unverantwortlich, wenn wir heute in Europa Unsummen in die Abwehr der Flüchtlinge vor allem aus Afrika investieren. "Wieviel Geld investiert Europa, damit Hunger und Terror, die Fluchtursachen, in den Problemregionen dieser Welt beseitigt werden?" so Schrollinger. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte Deutschland keine Möglichkeit mehr haben, Waffen herzustellen. Heute sei es einer der größten Waffenexporteure. "Was mich beunruhigt ist, dass gerade auch in unserer Region von einer der größten deutschen Rüstungsfirmen Waffen produziert werden, die auch von Ländern gekauft werden, in denen bittere Armut herrscht. Sie werden benutzt, um vor Ort ungerechte Strukturen aufrechtzuerhalten, die wiederum Nährboden für Extremismus und Gewalt sind. Friedenspolitik beginnt schon vor unserer Haustüre. Es wäre schön, wenn wir in Nürnberg eine Kultur entwickeln könnten, die die Wachsamkeit fördert gegenüber Verursachern von Gewalt vor Ort - in der Nachbarschaft wie im Netz der Völkergemeinschaft, " so Schrollinger.

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