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ÖDP-Stadträte fordern: Schutz für Straßenbäume

Schutz und Erhalt muss vor Fällen und Neupflanzung gehen

Dass in der Stadt Nürnberg jährlich 500 Bäume gepflanzt werden sollen, begrüßen die ÖDP-Stadträte Inga Hager und Jan Gehrke angesichts der Baumknappheit in der Stadt sehr. Sie weisen aber darauf hin, dass zeitgleich viele Bäume durch Wasser- oder Nährstoffmangel absterben und wegen der Verkehrssicherungspflicht auch schnell gefällt werden müssen. Daher gehe der allgemeine Zuwachs ziemlich langsam vonstatten. Hager findet: „Viele Baumscheiben sind viel zu knapp bemessen, und wo solide Pfosten oder Metallbügel fehlen, wird hemmungslos auf ihnen geparkt.“

In der Verordnung zum Schutz des Baumbestandes im Stadtgebiet Nürnberg (BaumSchVO) § 3, Absatz (1) steht:

Es ist verboten, geschützte Bäume und Ersatzpflanzungen sowie Teile von ihnen
...
4. zu beschädigen oder in ihrem Weiterbestand zu beeinträchtigen, insbesondere den Wurzelbereich (Bodenfläche unter der Baumkrone zuzüglich 150cm nach außen gemessen) oder die Baumkrone zu stören durch

a.       ...
b.       Ablagern und Abstellen von schwerem Baumaterial,
c.       Befahren mit schweren Arbeitsgeräten oder schweren Fahrzeugen,
d.       Befestigen oder Verdichten der Bodenfläche...

Stadträtin Hager zeigt am Beispiel Platanenallee in der Leipziger Straße, „die in Alter und Schönheit dem Naturdenkmal Platanenallee am Prinzregentenufer in Nichts nachsteht“, auf, wie diese Vorgaben zum Baumschutz sträflich vernachlässigt werden und Autos bis zum Berühren der Stämme geparkt werden. „Will man den ökologischen Wert der Bäume und die gesundheitlichen Vorteile für die Menschen aber möglichst effizient erhalten, sollte der Schutz dieser alten Bäume oberste Priorität bekommen, und das Fällen und Neupflanzen erst zuletzt in Betracht gezogen werden“.

Daher fordert die ÖDP-Stadtratsgruppe zum Tag des Baumes durch einen Stadtratsantrag, dass der Sanierung von Baumscheiben oberste Priorität eingeräumt werde, um die Straßenbäume am Leben zu erhalten. Dazu sind beginnend in der Leipziger Straße Absperrbügel oder Poller zu installieren, um das widerrechtliche Parken zu verhindern. Entlang der Straße soll die Länge jeder Baumscheibe mindestens 2m ab Stammaußenkante betragen, also eine Länge von 4m plus Stammdurchmesser haben. (Der Abstand zu Straße und Fußweg kann ja in den meisten Fällen nicht vergrößert werden). Die Platanenallee Leipziger Straße soll als Naturdenkmal ausgewiesen werden.

Inga Hager
Mitglied des Stadtrates der Stadt Nürnberg
Sprecherin für Umwelt, Ernährung und Familie

 

Platanenallee Leipziger Straße

Aua, du stehst auf meinem Fuß!

Baumschutz in den Lehrplan!

Uups, das wahr knapp.