ÖDP schlägt Freifahr-Zone für die Nürnberger City vor

Kostenlose Fahrt mit Bus und Bahn im Bereich der Altstadt

In den vergangenen Jahren entwickelten zahlreiche Städte weltweit ein Konzept für eine Gratisnutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Stadtzentrum. In Melbourne heißt sie „Free Tram Zone“, in Pittsburgh, Calgary oder Salt Lake City spricht man von der „Free Fare Zone“, in Perth gibt es die „Free Transit Zone“. Zuletzt führte Augsburg jüngst die „kostenlose City-Zone“ ein.
Gemeinsam haben alle diese Modelle, dass man in einem festgelegten meist im Zentrum der Stadt gelegenen Bereich ohne Fahrschein die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kann. Schilder an den Haltestellen und Ansagen in den Fahrzeugen weisen darauf hin, an welcher Haltestelle die Zone mit kostenloser Nutzung endet.

Die ÖDP Nürnberg diskutierte dieses Konzept bereits auf ihrer Klausurtagung im vergangenen Herbst und regt nun per Stadtratsantrag eine Freifahr-Zone auch in Nürnberg an. ÖDP-Stadtrat Jan Gehrke, der den Vorschlag einbrachte, hat bereits selbst Erfahrung mit einer Freifahr-Zone gemacht und ist begeistert: „Als Tourist konnte ich unkompliziert kostenlos die Sehenswürdigkeiten im City-Bereich mit Bus und Straßenbahn ansteuern. Als ich dann weiter raus aus dem Zentrum wollte, waren mir die öffentlichen Verkehrsmittel bereits vertraut und der Fahrkartenkauf vergleichsweise einfach.“

Thomas Schrollinger, verkehrspolitischer Sprecher der ÖDP im Stadtrat verspricht sich davon vor allem einen Anreiz für Touristen und Geschäftskunden: „Besucher der Nürnberger City, die aus dem näheren und weiteren Umland immer noch mit dem Auto zum Shoppen in die Altstadt fahren, könnten auf diese Weise die Attraktivität unserer Öffis kennen und schätzen lernen. Wir brauchen solche Appetizer für den ÖPNV mehr denn je!“

Die ÖDP-Stadträte schlagen folgenden Bereich und folgende Linienabschnitte für die Nürnberger Freifahrzone vor: Freie Fahrt soll es entlang des Altstadtrings und innerhalb der Altstadt geben:

  • zwischen Hauptbahnhof und Plärrer (U1)
  • zwischen Rathenauplatz und Plärrer (U2 und U3 sowie Buslinie 36)
  • zwischen Plärrer und Tiergärtnertor (Straßenbahnlinien 4 und 6 - letztere bis Hallertor) sowie
  • zwischen Heilig-Geist-Spital und Maxtor (Buslinien 37, 46 und 47)

Wir sind überzeugt dass durch diese Maßnahme die Attraktivität der Altstadt steigt, was den dort ansässigen Gewerbebetrieben zugute kommt. Ebenso steigt der Anreiz, das Auto nicht mit in die Altstadt zu nehmen. Und viele, die so erstmals den ÖPNV in Nürnberg kennen und schätzen lernen, werden dann eher bereit sein, auch auf anderen, längeren und kostenpflichtigen Strecken auf Bus und Bahn umzusteigen.

ÖDP-Stadträte Jan Gehrke und Thomas Schrollinger


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