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Pressemitteilung

Auswirkungen der Baumaßnahmen auf das Ökosystem Wetzendorfer Landgraben

ÖDP stellt Anfrage an Stadt Nürnberg

Aktuell finden sich in den Stadtteilen Thon und Wetzendorf mehrere Großbaustellen. Unteranderem wird in Thon Mitte ein mehrstöckiges Bürogebäude und in der Forchheimer Straße eine Grundschule gebaut. Eine weitere Bebauung im Bereich Wetzendorf am Rande des Knoblauchsland ist von der Stadt Nürnberg forciert. Diese Bebauungen scheinen deutliche Auswirkungen auf den Grundwasserspiegel und die Vegetation in diesem Gebiet zu haben, so dass bereits weitere Maßnahmen (wie Baumfällungen) nötig waren. Die ÖDP Nürnberg sieht mit Sorge auf diese Situation und die Entwicklung des Gebiets. Folgende Anfrage wurde entsprechend am 8. August 2023 an die Stadt (Referate Umwelt, Stadtplanung und SÖR) gestellt.

Sehr geehrte Frau Walthelm, sehr geehrter Herr Vogel, sehr geehrter Herr Ulrich,
als Vorsitzender des Kreisverbandes der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) in Nürnberg, bin ich gemeinsam mit engagierten Bürgern aus dem Stadtteil Nürnberg Thon auf einen Spaziergang gegangen, um uns dort verschiedene Baustellen und Baugebiete (u.a. The One, Grundschule Forchheimer Straße) anzusehen. Dabei haben wir festgestellt, dass aufgrund der aktuellen Bauaktivitäten das Grundwasser hochgedrückt wird und oberirdisch abgeleitet werden muss. Diese Maßnahme führt jedoch zu Überschwemmungen entlang des Ufers des sogenannten Wetzendorfer Landgrabens, einem kleinen Bach, der durch ein Wohngebiet fließt.
Diese Überschwemmungen haben bereits dazu geführt, dass die Stadt Nürnberg an einigen Stellen begonnen hat, Bäume zu fällen, da sie aufgrund des erhöhten Wasserspiegels nicht mehr sicher stehen können. Dieser Vorgang gefährdet nicht nur das Ökosystem, sondern führt auch zur Vernichtung wertvoller Baumbestände, die für unsere Umwelt von großer Bedeutung sind. Unteranderem der Bund Naturschutz hat dem Gebiet eine hohe Artenvielfalt attestiert: https://nuernberg-stadt.bund-naturschutz.de/ortsgruppen/knoblauchsland/artenvielfalt-am-wetzendorfer-landgraben
In Anbetracht dieser Situation haben wir einige Fragen an die Stadt Nürnberg:

  1. Warum wird die Bevölkerung nicht über den Zusammenhang zwischen den Bauaktivitäten und den Überschwemmungen des Wetzendorfer Landgrabens informiert?
  2. Welche Maßnahmen ergreift die Stadt, um das ökologische Gleichgewicht und den Baumbestand entlang des Landgrabens zu schützen und zu erhalten?
  3. Wurden vor Beginn der Bauarbeiten umfassende Umweltstudien durchgeführt, um die potenziellen Auswirkungen auf das Grundwasser und die Gewässer in der Region zu untersuchen? Welche Ergebnisse hatten diese?
  4. Welche Alternativen wurden in Betracht gezogen, um die negativen Auswirkungen auf das Grundwasser und den Landgraben zu minimieren, bevor die Bauprojekte gestartet wurden?
  5. Gibt es langfristige Pläne, um die Bäume entlang des Landgrabens wieder aufzuforsten und somit den ökologischen Schaden zu minimieren?

Als Vertreter der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) und besorgter Bürger fordern wir von der Stadt Nürnberg volle Transparenz bezüglich der Umstände, die zu den aktuellen Überschwemmungen und der Zerstörung von wertvollem Baumbestand führen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass ökologische Belange in der Stadtentwicklung angemessen berücksichtigt und umweltfreundliche Lösungen gefunden werden, um unsere Natur und Lebensqualität langfristig zu bewahren.
Wir werden diese Anfrage veröffentlichen, um auf diese dringende Angelegenheit aufmerksam zu machen und hoffen auf eine konstruktive Zusammenarbeit, um die Umweltschutzmaßnahmen zu stärken und die negativen Auswirkungen auf das Ökosystem zu minimieren.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan Mitesser
Vorsitzender ÖDP Kreisverband Nürnberg

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