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Neue Wasserzähler

25.07.2020

Wasserzweckverband macht einen Fehler

Im Bereich des Wasserzweckverbands Schwarzachgruppe sollen die traditionellen Wasserzähler durch „digitale Ultraschallwasserzähler mit Zählerfernauslesung“ abgelöst werden. Betrachtet man die Sache genauer, dann erkennt man sofort, dass hier moderner Unsinn eingekauft wird. Das neue Produkt hat wesentlich mehr Nachteile als Vorteile.

Die alten Zähler arbeiteten mechanisch und brauchen keine Batterie. Ökologisch schon einmal ein klares Plus gegenüber den neuen Modellen.

Die neuen Zähler haben eine Funkeinrichtung und eine Speichermöglichkeit für die Daten. Auch das erfordert schon wieder zusätzliche Rohstoffe und Energie, die man für die herkömmlichen Zähler nicht braucht. Noch dazu wird das Recycling in der Folge dadurch viel schwieriger.

Die neuen Zähler senden permanent ein Signal, das genau einmal im Jahr von außen abgelesen wird. Diese praktisch bis auf zwei Sekunden im Jahr überflüssige Strahlenbelastung verstößt gegen das Grundprinzip der Angemessenheit, egal wie klein sie geredet wird.

Die konventionellen Zähler liefern übrigens keine ungenaueren Messwerte als die neuen Ultraschallzähler. Also wird qualitativ nichts besser.

Wenn es angeblich wirklich so viel Kosten verursacht, dass eine Person den Zähler einmal im Jahr abliest, dann sollte der Zweckverband seinen Kunden zutrauen, das selbst zu tun. Ich denke die Kunden sind in der Lage einmal im Jahr eine Zahl abzulesen. Und alle sechs Jahre wird der Zähler getauscht, da hat man sowieso die Kontrolle, ob die angegebenen Daten stimmen.

Wir ersetzen also ohne Not ein zuverlässiges und ökologisch unbedenkliches Produkt durch ein permanent funkendes, teureres und weniger nachhaltiges Gerät. Ich frage mich, wer sich hier eine goldene Nase verdient.

Unser Tipp für die Kunden, falls der Zweckverband auf den Einsatz der neuen Geräte besteht, dann widersprechen Sie diesem Ansinnen und lassen Sie sich zumindest garantieren, dass das Funkmodul und das Speichermodul deaktiviert sind.

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