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Eine Wende, die keine ist

Wieder einmal klaffen die reale Politik und die Sonntagsreden für bäuerliche Landwirtschaft und nachhaltiges Wirtschaften meilenweit auseinander. Der größte Subventionstopf in der EU ist die Landwirtschaft. Hier sollen von 2021 bis 2027 fast 400 Milliarden Euro verteilt werden.

Doch davon werden 80 Prozent ohne Bedingungen nur auf die Fläche verteilt: also wer viel Fläche hat, der bekommt viel Geld. Anstatt kleinere Betriebe zu unterstützen, wie sie gerade in Franken noch vorkommen, geht dieses Geld vor allem an Großbetriebe.

Dazu fehlt das Geld dann für eine angemessene Entlohnung bei Maßnahmen zum Klima- und Artenschutz. Stattdessen beugt man sich wieder den Großbetrieben sowie den unzähligen Lobbyisten und versucht auch noch, dies als Wende zu verkaufen. Wenn vor allem Flächenbesitz belohnt wird ohne zu berücksichtigen, wie damit umgegangen wird, dann kann man das nicht als Systemwechsel bezeichnen, wie es uns die Landwirtschaftsministerin verkaufen will.

Hier hätte man sich ausnahmsweise mal ein Beispiel an Großbritannien nehmen sollen. Dort wurden die Landwirtschafts-Subventionen mit der Gießkanne vollständig abgeschafft. Geld gibt es dort zukünftig nur noch für Leistung für das Gemeinwohl und nicht mehr für puren Landbesitz. Unsere Hoffnung ruht jetzt auf den EU-Abgeordneten, die die EU-Beschlüsse noch kippen können. Wir hoffen, dass im EU-Parlament nicht auch nur Sonntagsredner unterwegs sind.

Wenn uns von den Regierungsparteien wieder jemand davon erzählt, wie wichtig die bäuerliche Landwirtschaft ist, dann wissen wir jetzt, was davon zu halten ist.

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