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Sag mir, wo die Bäume sind

Ständchen und einen Spaten für den OB - ÖDP gratuliert Marcus König zu 100 Tagen im Amt und erinnert an ein Versprechen

„Pro Neugeborenem will ich einen Baum pflanzen“, an dieses Versprechen, im Wahlkampf unzählige Male wiederholt, erinnerte heute die ÖDP mit einem Ständchen und einem Geschenk Oberbürgermeister Marcus König. „Vielleicht fehlte ihm ja bislang das richtige Werkzeug, um sein Versprechen wahrzumachen“, mutmaßte Christian Rechholz, der Vorsitzend der ÖDP Nürnberg und überreichte deshalb einen Spaten mit eingravierter Erinnerung „Sag mir, wo die Bäume sind“.

Seit hundert Tagen ist das neue Stadtoberhaupt im Amt, mit dem Besuch wollte die ÖDP hierzu gratulieren und eine konstruktive und freundliche Zusammenarbeit anbieten. „Wir werden als Opposition aber auch kritisch sein, wo nötig“, versprach Rechholz. Denn nach den ersten Hundert Tagen sei auch die übliche Schonfrist vorbei. Da der Oberbürgermeister verhindert war, nahm Glückwünsche und Geschenke stellvertretend sein Mitarbeiter Sven Heublein entgegen.

„Sag mir, wo die Bäume sind. Wir fragen uns, wann er beginnt? Die ersten 100 Tage steh‘n. Wann wird man König pflanzen seh‘n?“, hieß es in einer Strophe des umgedichteten Liedes, das die ÖDP in der Ehrenhalle des Rathauses zum Besten gab. Denn bei den Bäumen gibt es wirklich viel zu tun, fast täglich werden hier Bäume gefällt, dabei steht Nürnberg laut Bund Naturschutz ohnehin schon auf dem letzten Platz der deutschen Großstädte, was den Baumbestand anbelangt. Allein 16.000 Straßenbäume fehlen in Nürnberg, stellte der Bund Naturschutz letztes Jahr fest.

Pro Jahr werden über 5.500 Kinder in Nürnberg geboren, schon seit dem Amtsantritt Königs belaufen sich diese auf eine vierstellige Zahl. Auch der ÖDP ist klar, dass man die Bäume eher im Frühjahr und Herbst setzt. Sie wollten mit der Aktion aber nachdrücklich an das Versprechen des OB erinnern. „Marcus König hatte schon mal angedeutet hat, dieser Baum pro Neugeborenem könne auch aus einem Samentütchen für die Eltern bestehen“, sagt Rechholz. „Das wollen wir ihm aber nicht durchgehen lassen. Wir hoffen, das Versprechen war kein billiger PR-Gag im Wahlkampf, sondern wird von ihm eins zu eins eingelöst.“  Denn Natur und Menschen in Nürnberg brauchen die Bäume dringend. Letztes Jahr lag das Plus bei nur 33 Bäumen.  „Wir brauchen schon eine Größenordnung, wie von König versprochen, um hier nachhaltig eine Verbesserung zu erreichen. Dann darf er sich auch gerne Baum-König nennen“, findet Rechholz.


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