Nach Adam Riese sind 50 Prozent die Hälfte!

Leserbrief von Inga Hager zu einem Artikel in den NN über Fleisch in Mensen

Im Artikel Mensa verbannt Fleischgerichte berichten die heutigen Nürnberger Nachrichten vom Goldsmiths College in London, in dem keine Fleischprodukte mehr angeboten werden. In Nürnberg gibt es bereits seit 2012 mit „St. Paul“ eine vegane Mensa. In den anderen Mensen des Studentenwerkes Erlangen-Nürnberg aber gibt es neben einer vegetarischen Alternative immer zwei Fleischmenüs zur Auswahl. Und zur Herkunft dieses Fleisches wird Mathias Meyer, Geschäftsführer des Studentenwerkes Erlangen-Nürnberg zitiert: „Unser Rindfleisch beziehen wir von einem Metzger aus Ansbach, aber für Gerichte wie Currywurst oder Hähnchenschnitzel können wir das Fleisch in der Masse und zu dem Preis nicht aus artgerechter Haltung anbieten.“

Nach Adam Riese sind 50 Prozent die Hälfte!

Wie kommt es dann, dass in den Mensen des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg doppelt so viele Fleischgerichte wie vegetarische/vegane angeboten werden, obwohl nur 50 Prozent der Gäste Fleisch wollen? Wie in London richtig festgestellt, muss als Konsequenz nach Ausrufung eines Klimanotstands auch eine Ernährungswende folgen und dazu passt die Masse an billiger Currywurst und Hähnchenschnitzel gar nicht. Ein erweitertes Angebot an vegetarischen/veganen Gerichten bedeutet noch kein Fleischverbot, aber es bietet die Chancen auf neue, leckere Geschmackserlebnisse verbunden mit dem guten Gefühl unsere Lebensgrundlagen langfristig zu erhalten. Dies sollte allen Studierenden ermöglicht werden, nicht nur denjenigen, die zufällig in der Regensburger Straße studieren.


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