Flughafen-Nordanbindung: ÖDP begrüßt Königs "Einlenken zur Vernunft"

Klimapolitische Konsequenz wäre nun auch der Abschied vom Ausbau des Frankenschnellwegs

Nachdem der Nürnberger OB-Kandidat der CSU, Marcus König, erstmals öffentlich von den Plänen einer Flughafen-Nordanbindung abgerückt ist, begrüßt die ÖDP dieses "Einlenken zur Vernunft". "Es gibt Anlass zur Hoffnung, dass die jahrzehntelange `Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Politik´ doch allmählich ein Ende hat. Die Erkenntnis, dass zukunftsorientierte Politik auch Achtsamkeit im Umgang mit den Ressourcen unserer Natur verlangt, gewinnt erfreulicherweise an Mehrheiten im Stadtrat. Wenn es König allerdings wirklich ernst ist, klimapolitisch Verantwortung zu übernehmen, müsste er sich in Konsequenz nun auch vom Ausbau des Frankenschnellwegs verabschieden," so ÖDP-Stadtrat Thomas Schrollinger.

"Es ist höchste Zeit, in Nürnberg eine echte Verkehrswende voran zu bringen. Die politische Brisanz liegt nun einmal darin, dass wir an einem Punkt angekommen sind, an dem beides nicht zu haben ist: Wir können nicht auf der einen Seite im alten Stil der ´autogerechten Stadt´ mit über einer halben Milliarde Euro eine Fernstraße mitten durch die Stadt bauen wollen und gleichzeitig das Klagelied über die hohe Luft- und Lärmbelastung anstimmen. Trotz aller Absichtserklärungen hinsichtlich Geschwindigkeitsbeschränkungen und Verkehrsleitsystemen müssen wir der Tatsache ins Auge sehen, dass es einen umweltfreundlichen Ausbau des Frankenschnellweges nicht geben wird," so der verkehrspolitische Sprecher der ÖDP im Nürnberger Stadtrat. Das Aachener IVV Institut, das zum Bundesverkehrswegeplan für die Bundesregierung Prognosen für die zu erwartende Belastung der Bundesverkehrswege erarbeitet, habe festgestellt, dass sich die Belastung der Umfahrungsstraße bis 2030 verdoppeln werde. "Jede dieser Maßnahmen wird letztlich unwirksam, wenn künftig die Verkehrslawine ihren Weg auf einer Transitautobahn als Abkürzung durch unsere Stadt findet. Wenn der Frankenschnellweg einmal Autobahnniveau hat, muss die ausgebaute Straße letztlich auch ihrem Verwendungszweck zugeführt werden, eben auch für den Transit-, Schwer- und Schnellverkehr. Wäre König wirklich ökologisch konsequent, müsste er auch den Abschied dieses längst überholten verkehrspolitischen Dinosauriers einläuten. Das wäre ein kleiner Schritt für einen OB-Kandidaten aber ein großer Schritt für Nürnberg," so Schrollinger augenzwinkernd.


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