Wo Dachs und Uhu sich "Gute Nacht" sagen

Die diesjährige Exkursion der ÖDP Kornburg führte durch die Kulturlandschaften von Kornburg und Worzeldorf. Jagdpächter Helmuth Wengenmaier zeigte die Bereiche, in denen trotz der Nähe des Menschen noch Wild und eine Vielfalt an Vögeln beheimatet ist. Neben Rehen und Hasen sind wieder einige Gruppen von Rebhühnern zu beobachten. Füchse sind relativ häufig, aber auch zwei Dachsbauten sind bei uns zu finden. Während der Tour begegneten uns mehrere Rüttelfalken, ein Wanderfalke und ein Bussard. Uhu und Rotmilan sind auch vorhanden, allerdings war es uns nicht vergönnt diese eindrucksvollen Greifvögel zu sehen.

In unseren Fluren gibt es eine große Anzahl von Biotopflächen, die als Ausgleich für den Autobahnbau oder den Verlust von Lebensraum durch Wohn- oder Gewerbegebiete angelegt wurden. Diese Biotope sind zum Teil vorbildlich angelegt wie die vom Landschaftzweckverband betreuten Flächen von Kornburg Richtung Gaulnhofen. Gelegentlich sind sie aber auch falsch platziert, wie eine Ausgleichfläche für Rebhühner direkt neben einem von Spaziergängern mit Hunden stark frequentierten Weg. Dort wird sich nie ein Rebhuhn ansiedeln.

Es wurde deutlich, dass die Gebiete am artenreichsten sind, in denen sich die Menschen an gewisse Regeln halten:

a. auf den Wegen bleiben und keine Trampelpfade anlegen

b. Hunde nicht frei laufen lassen

c. Abstand von den wertvollen Biotopflächen halten

Es war ein lehrreiches Vergnügen und alle Beteiligten sind an Stellen in der Flur gekommen, von denen man vorher nichts wusste. Den Abschluss bildete ein Waldstück direkt am RMD-Kanal, das Helmuth Wengenmaier selbst betreut. Dort sind einige Reptilienarten zuhause wie Blindschleiche, Ringelnatter und Kreuzotter. Beim Waldumbau kann man darauf Rücksicht nehmen und so dieser stark bedrängten Tiergruppe eine Überlebenschance einräumen.

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