Nürnberg - Der Flughafen Nürnberg hatte 2018 so viele Passagiere wie nie zuvor – (k)ein Grund zum Feiern.

Der Nürnberger Flughafen hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Noch nie sind mehr Menschen von hier mit dem Flugzeug abgehoben als im Jahr 2018. Es steht außer Frage, dass Nürnberg den Flughafen als Verkehrsträger braucht. Ebenso ist es erfreulich, wenn dafür nicht der Steuerzahler wie kürzlich passiert 40 Millionen Euro an Zuschuss geben muss um Verluste auszugleichen. Für bedenklich halte ich aber die Tatsache, dass dieses ökologisch sehr schlechte Verkehrsmittel in einem Maße subventioniert wird wie kein anderes.

Bis heute gibt es auf Kerosin keine Steuer wie auf Benzin oder Diesel. Der Energiegehalt von Kerosin liegt zwischen dem von Benzin und Diesel und erzeugt damit pro Liter ungefähr die gleiche Menge an Kohlendioxid. Folglich müsste auch die Steuer darauf in einer ähnlichen Dimension liegen. Bei Flügen innerhalb von Europa fällt zudem keine Mehrwertsteuer an. Für die ökologisch ungleich bessere Bahn dagegen zahlt der Fahrgast selbstverständlich Mehrwertsteuer. Bei Inlandsflügen ist der Kohlendioxidausstoß pro Person ungefähr das Zehnfache wie mit einem ICE.

Inzwischen ist der Klimawandel bei uns angekommen und nichts Abstraktes mehr, das uns nichts angeht. Dazu genügt ein Blick in die Wälder bei Worzeldorf, wo die dahinsiechenden Kiefern noch gefällt werden, bevor sie nur noch als Brennstoff zu gebrauchen sind. Es wäre an der Zeit die unsäglichen Subventionen für den Flugbetrieb zu beenden und ein ökologisch höchst bedenkliches Verkehrsmittel nicht weiter künstlich billig zu halten.

Aber das ist wohl nur ein Wunschtraum. Am Airport kann gefeiert werden, denn die Zeche zahlen andere.

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