Selbst gewogene Journalisten

haben in den letzten Tagen immer wieder angesprochen, dass die Menschen, die beim Volksbegehren unterschrieben haben, nun halt auch mehr Bioprodukte kaufen müssten und dafür eben auch tiefer in die Tasche zu greifen hätten. Das ist plakativ, klingt gut, ist aber zu kurz gedacht. Natürlich kaufen viele der Unterzeichner sowieso Bio und gerne zahlen dafür viele auch etwas mehr. Leider stellen die Medien aber zu selten Fragen wie diese: Warum ist eigentlich ein Produkt, das ohne teuren Dünger und aufwändige Spritzmittel auskommt, das vielleicht sogar noch aus der Region kommt, deutlich teurer als die konventionelle Ware, die z. T. aus der ganzen Welt hergebracht wird und für das teure Futtermitteltransporte notwendig sind? Natürlich ist Massenware zunächst einmal billiger. Leider werden aber die Folgekosten einer intensiven Landwirtschaft nicht in die Produkte eingepreist. Wieviel wird uns alle der Verlust an Artenvielfalt noch kosten? Finanziell aber auch bezüglich unseres Wohlbefindens? Und wie teuer kommen uns zunehmende Unverträglichkeiten und Allergien? Was werden wir noch alle dafür bezahlen, unser Trinkwasser ohne die Rückstände aus der industriellen Landwirtschaft aus immer tieferen wasserführenden Schichten fördern zu müssen? Diese Kosten der Produktion werden auf den Steuerzahler umgelegt – auch auf den, der Bio kauft.


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