Nürnberger Aktionsbündnis zum Volksbegehren "Rettet die Bienen und Schmetterlinge – Stoppt das Artensterben"

Mehr als 75% Verlust an Biomasse bei Fluginsekten über die letzten 27 Jahre, der Vogelbestand ist um 65% zurückgegangen und in Bayern sind weit über die Hälfte der Bienenarten vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben... Bei all den dramatischen Nachrichten, die uns täglich über Radio, Zeitung, Fernsehen und Internet vorgesetzt werden könnte man in Depressionen versinken oder in einer „Nach-mir-die-Sintflut-Mentalität“ abstumpfen. Man könnte aber auch die Ärmel hochkrempeln, zum Spaten greifen, ein paar Quadratmeter Rasen umgraben und Blühpflanzen säen. In Bayern haben wir aber auch die besondere Möglichkeit, uns direkt an der Gesetzgebung zu beteiligen und auf diese Weise das Naturschutzgesetz so zu verfeinern, dass z.B. genügend Biotope netzartig verbunden werden, so dass die Insekten immer wieder zu neuen Nahrungs- und Paarungsgebieten finden. Die Ökologische Landwirtschaft soll eine Stärkung erfahren: bis 2030 sollen 30% der landwirtschaftlich genutzten Fläche Bayerns biologisch bewirtschaftet werden. In der Ausbildung der Land- und Forstwirte muss der Artenschutz ein wichtiges Thema werden, so dass Alternativen zum Pestizideinsatz erforscht und vermittelt werden. Und nicht zuletzt werden auch die Bauern davon profitieren, wenn ihre Arbeit für den Artenschutz einen ebenso hohen Stellenwert bekommt wie die Nahrungsmittelproduktion.
Um diese Gesetzesänderungen zu erreichen hat die ÖDP Bayern das Volksbegehren „Rettet die Bienen! Stoppt das Artensterben“ gestartet, und am 15.11.2018 hat es das bayerische Innenministerium überraschenderweise direkt zugelassen!

Die 14-tägige Eintragungsfrist wurde auf die Zeit vom 31. Januar bis zum 13. Februar 2019 festgesetzt.

Innerhalb dieser kurzen Frist müssen sich dann mindestens 10 Prozent der bayerischen Wahlberechtigten in den Rathäusern und Sondereintragungsräumen eintragen. Das sind ca. 950.000 Menschen und es ist DIE entscheidende Hürde. Um sie zu nehmen bilden wir ein lokales Bündnis mit anderen Parteien, Bürgerinitiativen, Vereinen, Firmen und engagierten Einzelpersonen.  Wir wollen Veranstaltungen und Aktionen zum Thema machen, uns um Flyer und Plakate kümmern und letztlich auch während der Eintragungsfrist vor den Eintragungsstellen die Bürger noch mal persönlich ansprechen. Gemeinsam werden wir das schaffen!

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